Das größte Bauwerk am Dortmund-Ems-Kanal ist das Schiffshebewerk Henrichenburg, das am 11. August 1899 eingeweiht wurde. Keinen Geringeren lud man dafür ein als Kaiser Wilhelm ll., der sich von über 4.000 begeisterten Zuschauern zujubeln ließ. Bis 1969 hob man hier Frachtschiffe mit bis zu 14 Tonnen Gewicht in die Höhe und ließ sie wieder herab, dann wurde der riesige Aufzug stillgelegt. Heute kann man im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg die Brücke zwischen den beiden Oberhaupttürmen hochsteigen und den Blick auf die beeindruckende Stahlkonstruktion und die weite Kanallandschaft rund um Waltrop genießen. Die Zeche Zollern ist ein stillgelegtes Steinkohle-Bergwerk im Nordwesten der Stadt Dortmund, im Stadtteil Bövinghausen. Es besteht aus zwei Schachtanlagen, die "unter Tage" zusammenhingen: Die Schachtanlage I/III (das heißt: die Schächte I und III) in Kirchlinde und die Schachtanlage II/IV in Bövinghausen. Die Maschinenhalle wurde dank der Initiative von Hans P. Koellmann 1969 nicht wie geplant abgebrochen, sondern als erstes Industriebauwerk in Deutschland unter Denkmalschutz gestellt und wurde zunächst vom Deutschen Bergbaumuseum in Bochum betreut. 1981 integrierte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Zeche in das dezentrale Westfälische Industriemuseum. Nach und nach wurden die umliegenden Gebäude restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben den eindrucksvollen Bauwerken sind auch die Außenanlagen Teil des Museums. Die Kohleverladestation, der ehemalige Zechenbahnhof und ein begehbares Fördergerüst gehören zu den Attraktionen.
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